SSN-21 Seawolf- eine Zigarre soll zum Leben erweckt werden

      SSN-21 Seawolf- eine Zigarre soll zum Leben erweckt werden

      Hallo miteinander,

      seit August hat es mich zu den amerikanischen modernen U-Booten hingezogen. Ein kurzer Abriss:

      Die Seawolf stellt in ihrer Entwicklung ein Atom-U-Boot dar, welches die
      Jagd-U-Bootflotte der Amerikaner in das 21. Jahrhundert befördern
      sollte. Die rund 100m lange Zigarre mit Turm wurde allerdings derart
      teuer, dass nur drei Boote abliefen. Die nachfolgende Virginia-Klasse
      stellt eine Art ökonomische Überarbeitung der Seawolf dar, die dann
      tatsächlich produzierbar wurde. Die Seawolf existiert im Maßstab 1/144
      von der Firma Trumpeter. Ein Modell, schnell zu bauen, rund 80cm lang
      und ziemlich passgenau-"Das ist was feines", dachte ich mir. Leider hat
      der Antrieb des Modells ein paar gröbere Fehler. Diese sind der
      damaligen Geheimhaltung geschuldet. Zumindest reime ich mir dies so
      zurecht, da bei U-Booten aus dem Antrieb verständlicher Weise stets ein
      Geheimnis gemacht wird. Allerdings behalte ich das Layout von Trumpeter
      bei, da ich den sog. Pump-Jet-Antrieb so leichter funktional und
      zugänglich behalten kann.
      Anbei ein paar Fotos, als Leitbild, wo die Reise hingehen soll (diverse I-net Quellen).








      Für das Modell habe ich die Zielstellung, mir eine Art Traummodell zu

      schaffen, das leicht zu bauen ist und auch sehr handlich in der

      Handhabung/Wartung wird. Nur zu schnell kann man sich bei einem U-Boot

      etwas verbasteln. Zudem ist es das erste Modell, welches komplett mit

      der Unterstützung von CNC-Technik entsteht. Bisher habe ich ja alles von

      Hand geschnitzt und danach Frästeile machen lassen. Die neue Technik ermöglicht mir manche Dinge durch Presspassungen

      zu verbinden oder sehr genaue Einbauten zu erzeugen. Jedoch ist dies

      alles nur so gut, wie man selbst messen kann. Folglich habe ich recht

      schnell gelernt, dass Präzision nicht durch das Fräsen kommt, sondern

      durch die Möglichkeit alles virtuell so lange zu drehen und zu wenden

      bis es perfekt passt. Mehr nicht

      Aber keine Sorge: ich werfe nicht einmal in diesem Bericht mit

      CAD-Bildern um mich, da ich es als Leser selbst etwas fade finde. Somit

      erwartet euch Polyschnitzerei vom Feinsten Also los gehts mit dem Außenschiff! (Den Druckkörper baue ich mir hinterher)

      Die Seawolf hat an der Unterseite Flutschlitze. Sie dienen dazu, dass

      das Wasser schnell in die Tauchbunker dringen kann. Im Modell sind sie

      genauso wichtig. Diese müsste man aussägen, doch war ich derat faul,

      dass ich mir aus 0,5mm Poly die Teile so erstellte, dass man nur ein

      Viereck ausschneiden musste. Da die Bleche im Original ja nicht aus

      Panzerblchen bestehen, sollte das Material so dünn sein, dass man den

      Eindruck eines filigranen Gerüstes erhält. Zuletzt galt es dabei so zu

      bauen, das ich möglichst wenig spachteln und schleifen muss.



      So habe ich mir zunächst das Bauteil auf dem Modell fixiert und dessen Grenzen angerissen.




      Somit habe ich eine sehr genaue Kante zum Aussägen.



      Naja, ein wenig feilen bleibt nicht aus...



      Als nächstes nahm ich mir Kreppband (sehr unterschätztes Hilfsmittel)
      und fügte das Teil in den Rumpf ein. Dadurch liegt alles bündig dort,
      wo es hin soll.




      Und von innen...



      Die Spanten habe ich bereits eingeklebt. Da gibt es nicht viel zu erzählen. Sie sind rund und halten später den Druckkörper.

      Da alles nun so drapiert ist, dass ich zufrieden war, habe ich mit
      Revell-Klebstoff eine Naht innen gezogen. Die Kapilarwirkung erledigt
      den Rest.


      Und so sitzt alles, damit man nur noch leicht überschleifen muss. Ich
      arbeite in solchen Bereichen gern sauber. Das erspart viel Nacharbeit.



      So viel erstmal für den Anfang. Ich werde zunächst mir alles bauen, das mit Funktion zu tun hat. Die Kosmetik kommt danach, damit ich mich in Ruhe auf das Finish konzentrieren kann.
      Guten Abend.

      Heute geht es um das Problem, wie ich die Antriebswelle und die
      Rudergestänge durch einen Zugang erreichbar gestalte. Zielstellung ist
      es, möglichst unsichtbar eine Öffnung im Rumpf zu schaffen, die diese
      Aufgabe erfüllt, und auch hierdurch die Ruderanlage selbst installieren
      zu können. Das hat ein wenig was vom Buddelschiffbau-zumindest stele ich
      mir dies so vor.


      Zunächst habe ich mir Rahmen erstellt, die später Magnete aufnehmen sollen. Wer will schon schrauben?
      Der Gedanke dahinter ist der, die Teile einzukleben und den störenden Steg später zu entfernen.
      So bleibt alles sauber ausgerichtet bis der Klebstoff sein Werk vollendet hat. Resultat ist dann eine
      selbst haftende Wartungsklappe.Zunächst habe ich mir Rahmen erstellt, die später Magnete aufnehmen sollen. Wer will schon schrauben?
      Der Gedanke dahinter ist der, die Teile einzukleben und den störenden Steg später zu entfernen.
      So bleibt alles sauber ausgerichtet bis der Klebstoff sein Werk vollendet hat. Resultat ist dann eine
      selbst haftende Wartungsklappe.



      Auch hier ist Maskierband mein bester Freund.Auch hier ist Maskierband mein bester Freund.



      Und so sieht das Ganze fertig aus.


      Die Abdeckung entstand aus dem Rumpfoberteil, welches ich mit einer Laubsäge in zwei Teile schnitt.
      Die Schnittlinie selbst habe ich dann mit 0,5mm Polystyrol aufgefüllt. So stimmen die Spaltmaße wieder saugend. Die Abdeckung entstand aus dem Rumpfoberteil, welches ich mit einer Laubsäge in zwei Teile schnitt.
      Die Schnittlinie selbst habe ich dann mit 0,5mm Polystyrol aufgefüllt. So stimmen die Spaltmaße wieder saugend.

      Es folgt das senkrechte
      Durchsägen des Rumpfes. Das ist relativ leicht zu bewerkstelligen,
      sofern man eine Laubsäge mit feinem Blatt und...

      ...Maskierband (was auch sonst?) nutzt. Damit wird der Schnitt wieder
      markiert und entlang der Rumpf getrennt. Es sei noch erwähnt, dass der
      Bug dem Bausatz als Einzelteil beiliegt. Warum dies nicht ausnutzen?
      Also fertigte ich den Bug so, dass er abnehmbar bleint über einen
      Drehverschluss in den Spanten. Dadurch kann ich später ganz leicht das
      Modell ein- und ausschalten.Es folgt das senkrechte
      Durchsägen des Rumpfes. Das ist relativ leicht zu bewerkstelligen,
      sofern man eine Laubsäge mit feinem Blatt und...

      ...Maskierband (was auch sonst?) nutzt. Damit wird der Schnitt wieder
      markiert und entlang der Rumpf getrennt. Es sei noch erwähnt, dass der
      Bug dem Bausatz als Einzelteil beiliegt. Warum dies nicht ausnutzen?
      Also fertigte ich den Bug so, dass er abnehmbar bleint über einen
      Drehverschluss in den Spanten. Dadurch kann ich später ganz leicht das
      Modell ein- und ausschalten.



      Das größte und so ziemlich letzte Problem an der Seawolf betrifft die Ansteuerung der Ruder. Genauer gesagt laufen die Achsen des Tiefen- und Seitenruders mit der Achse der Antriebswelle durch einen Punkt. Was tun? zwei getrennte Hebel, einen für jedes Ruderblatt, sind nicht möglich, da erschwerend hinzu kommt, dass die Ruder nur einen Lagerpunkt hätten, was nicht besonder stabil klingt bei den Ruderkräften an diesem Boot. Also wurde es ein wenig aufwändig, indem ich zwei Sichelhebel ineinanderlegte. So hat man eine Art Taumelscheibenaufhängung wodurch die Antriebsachse nicht mehr geschnitten wird. Damit alles weiterhin demontierbar bleibt, habe ich die Achsbohrungen 0,1mm im Radius kleiner gefräst. Dadurch muss ich die Ruderachsen nur einstecken. Die Presspassung hat sich bis jetzt ausgezahlt, da ich die Ruderanlage im Falle eines Falles ohne Werkzeug auseinander nehmen kann.







      Grüße